Welche Untergründe eignenen sich für die Airbrush-Technik?

Alle Bunt- und Effekt-Farbtöne der AERO COLOR Professional sind für eine Vielzahl von Untergründen geeignet, die Effektfarben wirken allerdings am besten auf glatten, nicht-saugenden Untergründen. Je nach Beschaffenheit können diese sofort verwendet werden oder aber bedürfen einer Vorbehandlung. Im folgenden erwähnen wir die gängigsten...

Solange die Grundanforderungen gegeben sind – also Staub- und Fettfreiheit –, kann der Malgrund ganz nach Belieben gewählt werden – grundierte Leinwand ist hier ebenso möglich wie Aquarellpapier.
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Reinzeichenkarton / Airbrushpapier

Ein klassischer Malgrund der Airbrushfarbe ist der Reinzeichenkarton.
Die weiße, glatte Oberfläche ist vergleichsweise schwach saugend (die wässrigen Anteile verdunsten mehr, als dass sie in das Material eindringen). Er lässt die Farbe unbeeinflusst von Papierstrukturen wirken und  ermöglicht vor allem den unproblematischen Einsatz von Radiergummis, Skalpellen sowie Rubbelkrepp (50300) oder dem Maskierstift (50730 bzw. 50731).

 

Metall

Zunächst muss genau zwischen Eisen- und Nichteisenmetallen sowie blanken und beschichteten Oberflächen unterschieden werden, da letztere anzuschleifen oder auch komplett zu entfernen sind.

Karosserieteile und Benzintanks sind in der Regel mit einem Einbrennlack beschichtet, die mit Schleifpapier (600er bis 1200er Körnung) feinst angeschliffen werden müssen. Eventuell sollten kleine Kratzer noch mit einem Füller (erhältlich im Fachhandel) geglättet werden.
Bei der eigentlichen Airbrush-Applikation kann in einem ersten Schritt mit den AERO COLOR® TOTAL COVER-Tönen gearbeitet oder alternativ weiß grundiert werden, damit die nachfolgenden Töne besser zur Geltung kommen; es kann aber auch gleich die erste Farbschicht gesprüht werden.
Nachdem das Design beendet  und gut durchgetrocknet ist, kann die Fläche lackiert werden. Je nach Beständigkeit können hier AERO Schlusslack (50610, 50611 und 50612) oder konventionelle 1K- / 2K-Lacke zu Einsatz kommen. Tipp: Vor der Lackierung kann eine dünne Schicht AERO GRUND (50601) als Schutz aufgesprüht werden.

Bei frisch gereinigten Oberflächen aus Eisen ist folgendes Vorgehen zu empfehlen:

  • Grundierung mit AERO GRUND
    - der enthaltene Rostschutz-Inhibitor verhindert die Rostbildung der angeschliffenen Oberfläche -
  • Anschleifen (Körnung 600 bis 1200)
  • Auftragen eines Füllers zum Ausgleich feiner Kratzer, anschleifen
  • Spritzen des Designs
  • Lackieren mit AERO Schlusslack oder 1K-/2K-Lacken

Nichteisenmetalle wie z.B. Aluminium oder Zink benötigen eine Schutzschicht direkt auf der metallischen Oberfläche, einen "Wash-Primer", der ein spezielles zinkhaltiges Pigment enthält. Hierauf folgt nun ein Haftvermittler (z.B. AERO GRUND), und dann kann – nach feinstem Anschleifen – das Design
mit AERO COLOR® Professional angelegt werden. 

Kunststoff

Besonders Untergründe aus Polyester, Acryl, Polycarbonat oder Acetat eignen sich sehr gut für die Gestaltung mit der Airbrush, da mit der AERO COLOR® Professional - sowie Farben auf Acryldispersionsbasis - eine gute Haftung erzielt wird.

Bei der Bearbeitung von Kunststoffoberflächen gilt in der Regel folgende Vorgehensweise:

  • Bereits beschichteten Kunststoff entweder fein anschleifen oder die Lackierung komplett abschleifen.
  • Oberfläche grundieren (z.B. mit AERO GRUND) und erneut anschleifen.
  • Eventuelle Schäden oder Kratzer spachteln bzw. auffüllen und schleifen
  • Design aufsprühen
  • Schutzlack auftragen (je nach Verwendung AERO Schlusslack, AERO LACK, wässrig (50604) oder konventionelle lösungsmittelhaltige Lacke)

 

Textil

Hauptsächlich werden T-Shirts aus Baumwolle/Mischgewebe sowie Synthetikfasern verwendet. Hierfür sollten Sie AERO COLOR® Professional im Verhältnis 1:1 mit AERO TEX (50603) mischen und dann verarbeiten (Haltbarkeitsdauer der Mischungen ca. 1 Woche). Folgende Schritte sollten Sie einhalten:

  • Das Gewebe waschen, um eine Imprägnierung oder mögliche Verunreinigungen zu entfernen.
  • Die Oberfläche bügeln. Für eine gleichmäßig glatte Fläche das Gewebe aufspannen.
  • Die zu bearbeitende Fläche kann zur besseren Haftung zusätzlich mit einer Mischung aus AERO LACK, wässrig und destilliertem Wasser (Verhältnis 1:5) besprüht werden.
  • Je nach Konzept die Fläche weiß grundieren bzw. die Farbe direkt applizieren. Hierbei das Design und insbesondere die Verläufe kräftiger als bei Reinzeichenkarton auftragen, da ein Teil der Farbe bei der ersten Wäsche abgelöst werden kann.
  • Stark beanspruchte Gewebe können nun ein weiteres Mal mit der o.g. Mischung aus AERO LACK, wässrig und Wasser eingesprüht werden.
  • Die Applikation sollte nun 24 Stunden trocknen und dann fixiert werden, dies geschieht indem das Gewebe von der Rückseite gebügelt wird.
    • Baumwolle min. 2 - 3 Minuten
    • Wolle und Seide min. 4 – 6 Minuten
    • Vollsynthetikfasern min. ca. 8 Minuten  - Bügeleiseneinstellung auf Material abstimmen! -

 

Leder

Leder ist ein stark dehnbares natürliches Material und gut für die Anwendung von Airbrushfarben geeignet. Hierfür bietet sich folgende Vorgehensweise an:

  • das zu bearbeitende Leder leicht aufspannen und mit Terpentinersatz oder Alkohol reinigen
  • ein dünne und "trockene" Schicht AERO LACK, wässrig als Grundierung aufsprühen
    Diese Schicht sorgt für eine wasser- und wetterfeste Verbindung der Airbrushfarbe mit dem Leder
  • jetzt kommt die Airbrush-Applikation, die ebenfalls „trocken“ gesprüht wird. Hier empfiehlt es sich die Farbe mit AERO LACK, wässrig (2:1) zu mischen
  • abschließend wird eine dünne Schutzschicht (z.B. AERO LACK, wässrig) gesprüht